Wie verläuft der Aufbau eines Wertguthabens?
Ein sog. Wertguthaben auf einem Zeitwertkonto spiegelt die Arbeitsvorleistung des Arbeitnehmers wider. Der Arbeitnehmer verzichtet hierbei auf bestimmte Entgeltbestandteile für geleistete Arbeit. Im Gegenzug werden die entsprechenden Bestandteile auf seinem Zeitwertkonto gutgeschrieben. Das Wertguthaben erfasst somit die ursprünglichen dem Arbeitnehmer geschuldeten Entgeltansprüche. Dabei können zum Aufbau des Wertguthabens die jeweiligen Entgeltbestandteile sowohl aus „normalem“ Arbeitsentgelt oder Sonderzahlungen wie Tantiemen usw. erfolgen. Die der Besparung eines Zeitwertkontos somit also zugrunde liegende Entgeltumwandlung muss - analog der Entgeltumwandlung zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung - vor Fälligkeit der entsprechenden Vergütungsansprüche erfolgen.
Diese Bruttoentgeltbestandteile werden dann dem Zeitwertkonto des einzelnen Arbeitnehmers gutgeschrieben und bilden das Wertguthaben des Zeitwertkontos. Neben den einmaligen oder laufenden Besparungen des Zeitwertkontos wächst das Wertguthaben zusätzlich durch die vereinbarte Verzinsung. Es muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass der auf den jeweiligen Umwandlungsbetrag entfallende Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung aus Insolvenzsicherungsgründen korrespondierend zur jeweiligen Arbeitnehmereinbringung (Wertguthaben) geführt, historisiert und hinterlegt werden muss. Hierdurch soll bereits im Zeitpunkt der Wertguthabenbildung sichergestellt werden, dass im Insolvenzfall des Unternehmens die entsprechenden Beitragszahlungen an die Sozialversicherungsträger geleistet werden können.
Copyright© Kenston Services GmbH 2006 - 2010 |

|
